Zeichnungen

  • Betende Kinder

    Kohle/Deckweiß, 20,9×28,0

    Diese Arbeit dürfte zu den frühesten erhaltenen Arbeiten des Künstlers gehören und entstand möglicherweise noch in der Düsseldorfer Studienzeit. Die Tracht der Kinder deutet auf eine Kommunionszene im katholisch-ländlichen Milieu hin.

  • "Handstudie: meine linke Hand"

    so beschriftet und signiert, Zeichnung, 24×20 cm

    Eine Zeichnung unbekannten Datums.
    Das Händezeichnen gehört zu den schwersten Aufgaben in der Kunst. Die Kosten für ein Modell lassen sich sparen, wenn der Künstler, wie hier, seine Linke zum Studienobjekt macht. Platzierung, Haltung, Schattenwurf – die genaue Ausführung und die kontrastierende rote Nelke zeigen, dass es Engstfeld hier um mehr als eine flüchtige Skizze ging.

  • Handstudie eines Fahnenträgers

    signiert rechts, Zeichnung, 19×18 cm

    Diese Studie eines Trägers scheint in den Kontext der Prozessionen zu gehören, die seit dem Aufenthalt in den Niederlanden zu Engstfelds bevorzugten Motiven gehörten. Auf einem alten Foto eines damals entstandenen Bildes sind diese Hände eines Kreuzträgers in dieser Haltung zu sehen. Die Hände, die die Fahnenstange umfassen, sind detailreich ausgearbeitet, der Träger ist mit einigen wenigen Strichen nur angedeutet.

  • Alte Frau, Studie zur Prozession

    zwischen 1898 und 1905, Bleistiftzeichnung mit Kohle und Deckweiß, 31,0×19,5

    Während ihrer ersten Holland-Aufenthalte wohnten die Malerkollegen Dreydorff und Engstfeld bei einer Familie Boderie in Sluis. Seiner Tochter erzählte er häufig von dieser Wirtin und berichtete u. a., dass sie das Modell für verschiedene Motive gewesen war – so wohl auch für diese Studie zu einer Prozession, eines der häufig aufgegriffenen Themen des Künstlers.

  • Eingeschlafener Trinker

    zwischen 1898 und 1907, Bleistift-/Kohlezeichnung, 16,0×10,5

    Den eingeschlafenen Trinker skizzierte Engstfeld während eines seiner Holland-Aufenthalte zwischen 1898 und 1907. Ein sehr ähnliches Motiv findet sich im Familienbesitz eines Studienkollegen.

  • "Der müde Andreas und seine Pfeife"

    so beschriftet u.r. und signiert u.l. Zeichnung, 14×18 cm

    Diese Zeichnung hat Albert Engstfeld unten rechts betitelt. Die Mütze verdeckt das Gesicht, der vor Müdigkeit schwere Kopf ist in die auf dem Tisch verschränkten Arme gesunken. Der eigentliche Blickfang aber ist die Pfeife im Vordergrund, die der Maler mit besonderer Sorgfalt, mit Weißhöhungen und Schattenwurf inmitten der leeren Tischfläche hervorhebt.
    Wer sich hinter „Andreas“ verbirgt, ist unbekannt. Die Zeichnung hat er seinem Studienkollegen Linnemann geschenkt.

  • „Landschaft bei Haus Horst“

    getönte Bleistiftzeichnung, auf der Rückseite so beschriftet, undatiert, signiert u.l. ca. 28×22 cm

    Ein Motiv aus der Zeit in Hilden nach 1919.
    „Haus Horst“ lag nicht weit vom „Haus Einsiedel“ der Familie Flender entfernt und der Itterbach, der hier zu sehen ist, taucht öfter als Motiv auf.
    Für diese Landschaft, die man mit ihrem diagonalen Bachverlauf, der reizvollen Spiegelung der Baumreihe und dem tief hängenden Himmel für eine Arbeit vor der Natur halten könnte, hat sich eine fotografische Vorlage erhalten. Engstfeld greift also nicht nur bei Stadtansichten aus seiner Zeit in Holland und Belgien auf Abbildungen zurück, sondern bedient sich dieses Hilfsmittels auch in der Landschaftsmalerei.

Albert Engstfeld, 1876 - 1956, Kunstmaler