Öl

  • Portait einer vornehmen Dame mit weißen Handschuhen

    Öl auf Leinwand, 122 cm x 61 cm, unten rechts signiert und datiert ‚A. Engstfeld 1899‘,

    Dieses Damenporträt von 1899 ist das älteste bekannte Gemälde von Albert Engstfeld. Der Künstler lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters durch die „Lichtregie“ erst auf das Gesicht der jungen Frau und dann auf ihre Hand, die einen weißen Handschuh hält. Während sich das Kostüm kaum vom dunklen Hintergrund abhebt, lässt die aufwändige Gestaltung der hellen Bluse mit dem hohen Stehkragen und der ornamentalen Stickerei zugleich malerische Souveränität und die gesellschaftliche Stellung der Dargestellten erkennen.
    Die etwas ungewöhnliche Signatur deutete zunächst auf den Vater des Malers hin. Doch gab es im Herbst 2013 einen erklärenden Fund zu den Signaturen von Vater und Sohn.
    Der Vater signierte die Kopie seines Portraits mit der Erläuterung: „Alb. Engstfeld (E. Feld)“. Also ist „A. Engstfeld“ wohl die miteinander abgesprochene Version der Signatur des Sohnes.
    Das Gemälde wurde im Frühjahr 2013 in Düsseldorf auktioniert.

  • Kreuzkirche Reichenberg

    ursprünglich 1900, Reproduktion aus späterer Zeit, Öl auf Holz, 33×46 cm

    Am 5.6.1900 fand in der Kreuzkirche zu Reichenberg die Hochzeit von Engstfelds Bruder Hans statt. Der Maler reiste einige Tage zuvor an und überreichte das dort entstandene Gemälde dem Brautpaar als Erinnerung. Diese Fassung ist verschollen. Erhalten sind eine kleinere Aquarellfassung sowie zwei Studien von Details, die wohl als Vorlagen für spätere Kopien des Ölgemäldes dienten. Die hier abgebildete Fassung steht heute der Sammlung des Sudetendeutschen Instituts in München als Dauerleihgabe zur Verfügung und ist eine Kopie aus späterer Zeit. Noch 1920 ist in der Kladde ein Verkauf dieses Motivs erwähnt.

  • Das alte Brügge

    Öl auf Leinwand, 1921, 54 x 45 cm

    Das Gemälde zeigt den „Quai de Rosaire“ in Brügge – bis heute einer der am meisten fotografierten Orte der Stadt.
    In der Kladde des Künstlers ist erstmals 1913 eine Version des Motivs aufgeführt. Allerdings hat Engstfeld in späteren Jahren noch mindestens fünf Wiederholungen des Motivs gemalt und verkauft. Die hier gezeigte Fassung ist von 1921, angekauft von M. Neuhoff aus Bad Godesberg und aus einem Abverkauf einer Auktion 2000 vom Enkel des Künstlers zurück erworben.

  • St. Jakobskirche in Brügge

    Reproduktion des Originals nach 1920 , 48×38 cm, Öl auf Holz

    Ein Beispiel für Engstfelds erwachtes Interesse an Kircheninterieurs ist dieses Gemälde von St. Jacques in Brügge. Das Interesse des Malers an dem durch die Fenster filternden Licht ist spürbar, ebenso wie der sorgsam gestaltete Gegensatz zwischen lichter Außenwelt und der feierlich-abgedunkelten Stimmung in der Kirche. Die Details sind dabei nur summarisch wiedergegeben. Bemerkenswert an dieser Ansicht von St. Jacques ist gerade die Beiläufigkeit, mit der Engstfeld den berühmten Orgelprospekt am rechten Bildrand einführt. Im Zentrum seines Interesses stehen vielmehr die ungewöhnlich angeordneten Fenster dieser mehrfach umgestalteten Kirche, die je nach Sonneneinstrahlung für ständig wechselnde Lichtverhältnissen sorgten. Die Rhythmisierung durch architektonische Elemente und die Lampen zeugt von kompositorischem Gespür, während der pastose Farbauftrag beinahe teigig wirkt. Engstfeld entdeckte die St. Jakobus-Kirche in Brügge vergleichsweise spät als Motiv: Ein erstes Gemälde entsteht erst 1911, die Walburga-Kirche und die Kirche „Zu unserer lieben Frau“ werden dagegen bereits ab 1907 als Motive erwähnt.

  • Alte Farm in Flandern

    Öl auf Holz 24,0×32,0 cm

    Dieses Gemälde einer Farm, die Albert Engstfeld in Flandern festhielt, erscheint mit dem starken Rot-Grün-Kontrast im Gesamtwerk eher als Ausnahme, während sich die ländliche Szene und die Figur der Bäuerin in die Themen des Malers nahtlos einfügen.
    Das Bild befindet sich heute in der Schweiz in Privatbesitz. Vermutlich wurde es 1917 in Düsseldorf als „Alte Farm in Flandern“ erworben – ein Motiv, das in seiner Kladde nur dieses einzige Mal auftaucht.

  • Interieur Durchblick

    Öl auf Holz, 13 1/2““ wide by 18 1/2““ high

    Interieurs wie dieses hat Albert Engstfeld wiederholt gemalt. Als Vorbild diente ihm dabei u.a. das Haus seines Malerkollegen Dreydorff in Sluis/Holland, in dem er sich oft aufhielt. Mit besonderer Sorgfalt sind die wechselnden Bodenbeläge gestaltet, die den Wechsel der Räume anzeigt, aber auch ein ornamentales Eigenleben neben den ruhigeren Wandflächen führt.
    Diese Version eines häufig abgewandelten Motivs war das Geschenk eines deutschen Einwanderers, dem Chef der ‚Berkshire Knitting Mills‘ in Reading PA (USA), an den Vater der jetzigen Besitzerin in New York.

  • Fischerboote am Strand

    ca. 1925, Öl auf Pappe, 41x16cm

    Wie das Rosenstillleben so stammt auch dieses Gemälde aus dem im Krieg ausgebombten Düsseldorfer Elternhaus. „Fischerboote am Strand“ war ursprünglich Teil einer Motivserie, die Engstfeld in den 20er-Jahren als Dekorationselement für das Wohnzimmer geschaffen hatte. So erklären sich auch das ungewöhnliche Querformat und der Verzicht auf eine Signatur.

  • Rosen

    vor 1932, dem Todesjahr seiner Mutter, Öl auf Pappe, 28x36cm

    Rosen, einzeln oder als Sträuße, sind ein in der Werkkladde immer wieder vorkommendes Motiv.

    Diesen „Blumengruß“ hatte Engstfeld für seine Mutter gemalt. Aus dem im Zweiten Weltkrieg ausgebombten elterlichen Haus in der Düsseldorfer Lorettostraße konnte das Bild zwar geborgen werden; die schweren Schäden und Brandspuren aber machten eine aufwendige Restaurierung nötig, um dem Werk sein ursprüngliches Aussehen wiederzugeben.

  • Kühe in den Dünen

    1932/33, Öl auf Holz, 20×15 cm

    Das Gemälde vermischt auf ungewöhnliche Weise zwei Motive: Kühe haben eigentlich keine Nahrungsgrundlage in den kargen Dünen, sondern sind eher auf den saftigen Weiden der Marschlandschaften zu finden. In der Werkkladde des Künstlers sind ab 1909 immer wieder Dünenmotive aufgeführt, später, nach seiner Rückkehr aus Brügge, auch Motive wie „Kuhweide“.

    Ausgestellt und verkauft wurde das Werk im Dezember 1933 in der „Weihnachtsausstellung des Vereins Düsseldorfer Künstler von 1904“ in der Städtischen Kunsthalle zu Düsseldorf. Es konnte vom Enkel des Künstlers 2007 bei einer Auktion zurück erworben werden.

  • Getreidehocken

    Ca. 1925, Öl auf Holz, 30×22 cm

    „Heuhaufen“, „Strohhaufen“ und „Getreidehaufen“ sind bereits ab 1909 wiederkehrende Themen in Engstfelds Œuvre. Zwei Werke aus dieser Motivreihe befinden sich im Familienbesitz der Nachkommen des Künstlers.

  • Portrait Wilhelm Fabry

    verkleinerte Reproduktion des Originals, ca. 1935, Öl auf Holz, 29×23 cm

    Der Wundarzt und Begründer der modernen Chirurgie Guilelmus Fabricius Hildanus (Wilhelm Fabry), (Hilden 1560 – 1634 Bern) war der berühmteste Bürger von Hilden, wo Engstfeld seit 1919 wohnte. Die Stadt Hilden erwarb 1935 für ihr Heimatmuseum ein von Albert Engstfeld gemaltes Porträt des Arztes. Vorbild für das Gemälde war ein Kupferstich, das sog. „Kölner Bild“, das Wilhelm Fabry im Alter von 52 Jahren zeigt und das Engstfeld farbig interpretierte. Das Original ist heute im „Wilhelm Fabry Museum“ der Stadt Hilden zu sehen.

  • Alte Mühle bei Münstermaifeld

    1935, Öl auf Holz, 36,5 x 28 cm

    1935 nahm Engstfeld für mehrere Wochen am „Gemeinschaftswerk Kunst und Künstler des Kreises Mayen“ teil. Die „Alte Mühle“ ist Teil einer Reihe von Werken, die er in Münstermaifeld und der Region schuf.

Albert Engstfeld, 1876 - 1956, Kunstmaler